Wie generiert man auf Social Media Reichweite?

Von | 27/04/2021 | Digital Marketing, Social Media Marketing | 0 Kommentare

Ohne Reichweite nützt auch die relevanteste Botschaft nichts. Erfahre hier mehr über die drei Reichweitetypen auf Social Media und wie diese zusammenspielen!

Reichweite gilt als eine der wichtigsten Social Media Kennzahlen. In Social Media Fachkreisen unterscheidet man drei zentrale Typen von Reichweite. Wir zeigen diese auf und erklären deren Relevanz sowie deren Zusammenspiel.

orangenes altes Telefon auf Holztisch -[https://unsplash.com/photos/goholCAVTRs]

Was ist Reichweite auf Social Media?

Reichweite, oder auch Reach, entspricht der Anzahl der einzelnen Personen, die deine Inhalte gesehen haben. Impressionen hingegen, geben darüber Auskunft, wie oft ein Beitrag angezeigt wurde (sprich eine Person kann einen Inhalt mehrmals sehen).

Beispiel: “Sehen 8 Personen meine Inhalte insgesamt 16 Mal, entspricht das einer Reichweite von 8 (da 8 Einzelpersonen erreicht wurden) und einer Anzahl von 16 Impressionen (da die Anzeige 16 Mal gesehen wurde).”

Wer z.B. eine Facebook Page betreibt, erhofft sich, dass jeder Fan oder Follower einen Post sieht, wenn dieser publiziert wurde. Warum dem nicht so ist und was man stattdessen tun kann, erfährst du in den folgenden Kapiteln.

Reichweite ist nicht gleich Relevanz

Social Media ist beliebter denn je. Unternehmen und Werbetreibende stehen in einem harten Konkurrenzkampf um die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppen. Unternehmen können mit Social Media viele geschäftsrelevante Felder stärken: vom Kundenservice und Kundenberatung, über Marketing und Sales bis hin zu Kundenbindung.

Besonders spannend ist, dass man seine Zielgruppen über den gesamten AIDA-Funnel, von der AWARENESS über INTEREST, DESIRE bis hin zu ACTION aktivieren kann. Sprich man kann seine Zielgruppen über einen grossen Teil der relevanten Customer Journey erreichen, begleiten und natürlich auch beeinflussen.

Bei den Massnahmen, die man hierzu ergreift, sollte aber nicht die Quantität, sondern die Qualität im Vordergrund stehen. Es geht also nicht darum, möglichst viele User*innen zu erreichen, sondern die richtigen User*innen anzusprechen. Respektive es geht nicht darum, möglichst viele Massnahmen zu ergreifen, sondern zielgruppenrelevante Inhalte zu publizieren.

Newsfeed - Facebook - Reichweite - [ https://www.pexels.comde-defotoholz-apple-schreibtisch-laptop-5860962]

Reichweite: Page vs Newsfeed

Viele Social Media Manager hegen und pflegen z.B. ihre Facebook Page mit viel Liebe zum Detail. Dabei vergessen sie oft, dass über 90% der Inhalte in Newsfeeds konsumiert werden.

Durchschnittlichen Facebook User*innen werden pro Tag 1000 und mehr mögliche Beiträge in ihrem Newsfeed angezeigt. Natürlich wird nur ein Bruchteil davon konsumiert. Somit werden zumeist nur die ersten oder eben relevantesten Beiträge effektiv gesehen. Diese Herausforderung kennt man schon von der Google-Suche. Nur weil man irgendwo in den Suchresultaten erscheint, heisst das noch lange nicht, dass man effektiv auch gesehen wird.

Konkret heisst das, dass man bei kleineren Facebook Pages bis zu 5% der Fans organisch (also ohne zusätzliche Bewerbung) erreichen kann. Grosse Communities erreichen organisch z.T. weniger als 1% ihrer Gefolgschaft.

Die Utopie organischer Reichweite

Im Newsfeed entscheiden also Algorithmen über die Platzierung und somit über den Erfolg. Je nachdem wie diese Einstufung ausfällt, verdient man sich mit seinem Beitrag einen Platz weiter oben oder weiter unten im Newsfeed.

Man konkurrenziert somit nicht nur mit unzähligen anderen Seiten, Gruppen, Events und Profilen, welchen die User*innen folgen, sondern auch mit gesponserten Beiträgen anderer Unternehmen.

Wir unterscheiden drei Typen von Reichweite

Der Erfolg einer Social Media Massnahme hängt mitunter davon ab, ob eine kritische Masse an relevanten User*innen erreicht wurde.

Das Teilen von Inhalten im Newsfeed (organisch) reicht gerade bei Unternehmen mit kleinen Communities oft nicht aus, um diese kritische Masse zu erreichen. Wir unterscheiden daher folgende 3 Typen von Reichweite:

  • Owned Reach
    Eigene Reichweite: erreichte eigene Community, meist via Newsfeed
  • Earned Reach
    Verdiente Reichweite: Likes, Kommentare und geteilte Beiträge führen zu Multiplikation oder auch Viralität
  • Paid Reach
    Bezahlte Reichweite: Reichweite, die man durch bezahlte Massnahmen erhält

Gemeinsam bilden diese drei Reichweitentypen ein Reichweitenrad. Damit Massnahmen Potenzial ausschöpfen können und somit das Reichweitenrad ins Rollen kommt, braucht es einen Mix aus allen drei Typen.

B&H - Reichweitenrad - schwarz - Design -dw

90-9-1 Regel

Wie aus dem vorherigen Kapitel klar wird, können überproportional viele Interaktionen dazu führen, dass man sich zusätzliche Reichweite “verdienen” kann. Wichtig ist dabei aber auch zu verstehen, dass ein Like aus Sicht einer Social Media Plattform weniger wertvoll ist, als ein Kommentar oder ein Share. Die nachfolgende Faustregel erklärt, weshalb dies so ist.

Erreicht man mit einem Post 100 User*innen, werden ca. 90 davon den Beitrag anschauen oder lesen. 9 der 100 werden niederschwellig mit dem Beitrag interagieren und beispielsweise ein Like geben. Aber nur eine Person wird den Beitrag kommentieren oder diesen sogar teilen.

Wenn User*innen also mit einer Massnahme interagieren, oder diese sogar teilen (Share), erkennt die Plattform dies als Zeichen an, dass diese Massnahme für ebendiese User*innen und ihr Netzwerk relevant ist. Je mehr User*innen dies tun, desto relevanter wird somit der Post und desto mehr Leuten wird er angezeigt.

B&H - 90-9-1-Regel - schwarz - Design -dw

Die Vorteile bezahlter Reichweite

Um das Reichweitenrad gekonnt zu aktivieren, benötigt man auch bezahlte Reichweite. Während sich organische Reichweite faktisch wahllos an eine gerade aktive Anzahl von Fans und Followern richtet, hat Paid Reach den grossen Vorteil, dass Zielgruppen gezielt konfiguriert werden können.

Es können also User*innen erreicht werden, die noch nicht zur Community gehören oder auch User*innen, die spezifische Interessen oder Kriterien aufweisen.

Ein grosser Vorteil von Paid Massnahmen auf Facebook ist, dass diese auf 3 Plattformen, sprich Facebook, Instagram und dem Facebook Audience Network (Websites + Apps) ausgespielt werden. Insgesamt ergeben sich so 19 Platzierungen, also 18 Platzierungen mehr als bei organischen Massnahmen im Newsfeed.

Nur wer es schafft mit relevantem Content in kurzer Zeit viele Likes, Kommentare und Shares zu generieren, geht viral. Wir empfehlen den Einsatz aller Elemente des Reichweitenrades, um damit schlussendlich möglichst viele, relevante User*innen zu erreichen.

Dan Wahlen

Unser Autor: Dan Wahlen

Social Media Marketing Manager, Brain & Heart Communication

Dan Wahlen ist ein kompetenter Kommunikationsspezialist im Bereich Social Media Kommunikation, Community Management und Content Marketing. Er ist ergebnisorientiert und zuverlässig und zeichnet sich besonders durch sein schnelles Auffassungsvermögen und sein Verantwortungsbewusstsein aus.

Seine Expertengebiete:

  • Social Media Kommunikation
  • Community Management
  • Content Marketing

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