Recap Swiss Customer Relations Forum 2026

Das Swiss Customer Relations Forum 2026 im Kongresshaus Zürich hat gezeigt: Erfolgreiches Customer Relationship Management ist keine reine Software-Frage. Es ist eine abteilungsübergreifende Führungsaufgabe.

An der Veranstaltung zeigten Kevin Hofstetter (Suva) und Peter Erni (B&H) anhand einer in der Schweiz entwickelten Datenbank für Marketingbotschaften, wie modernes digitales Marketing funktioniert und wie wir bereits im ersten Jahr gemeinsam neue Massstäbe setzen konnten.

Schweizer Qualitäts-Event statt Massen-Hype

Unter den Leitthemen Agentic AI, Customer Experience im Zeitalter von KI und Predictive Intelligence wurde deutlich: Wer Kundinnen und Kunden heute begeistern will, darf Customer Relationship Management nicht als Tool- oder Abteilungsfrage verstehen. CRM ist eine Führungsaufgabe. Eine, die Marketing, Vertrieb und Kundenservice verbindet und bestehende Silos konsequent aufbricht.

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Dr. Evangelos Avramakis: Renaissance des Echten im B2A-Zeitalter

In seiner Keynote «Business to Agent (B2A) und die Renaissance des Echten» machte Dr. Evangelos Avramakis von Swiss Re deutlich: Je stärker KI die Kundenschnittstelle verändert, desto wertvoller wird der menschliche Kontakt. Denn sobald autonome KI-Agenten die Informationsflut für Konsumentinnen und Konsumenten filtern, verschiebt sich die Logik der Beziehung. Aus B2C wird B2A: Business to Agent. Marken sprechen nicht mehr nur direkt mit Menschen, sondern zunehmend auch mit intelligenten Systemen, die vorselektieren, vergleichen und empfehlen. Gerade deshalb gewinnt das Echte an Gewicht. Persönliche Kontaktpunkte, Markenerlebnisse im physischen Raum und Begegnungen zwischen Menschen werden nicht zur Nebensache, sondern zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal. Nicht trotz KI. Sondern wegen ihr.

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Gabriele Horcher: Der KI-Arbeitskumpel an der kurzen Leine

In ihrer Keynote „Arbeitskumpel KI – was kannst du und was darfst du?» zeigte Gabriele Horcher, wohin die Reise im KI-gestützten Vertrieb führt: Künftig wird die KI des Anbieters direkt mit der KI des Kunden kommunizieren, nicht über ansprechende Oberflächen, sondern über hochpräzise Daten. Gleichzeitig warnte Horcher vor unkontrolliertem Handeln autonomer Systeme: KI-Agenten brauchen ein klares Steuerungssystem – ein „digitales Geschirr» (Agent Harness) – damit sie Ressourcen gezielt und nicht blind einsetzen.

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Kevin Hofstetter: Modernes Marketing und die Rolle von Daten am Beispiel der Suva-Velokampagne

Wie abteilungsübergreifende Datenexzellenz in der Praxis aussieht, zeigte Kevin Hofstetter von der Suva im Breakout-Vortrag «Vom Feuerwehreinsatz zur Marketingkampagne». Die Suva-Velokampagne veranschaulichte, was passiert, wenn Kommunikation nicht erst bei akutem Handlungsdruck beginnt. Eine präzise Lagebeurteilung, strukturierte Daten und ein kontextbasiertes Always-on-Setup machten es möglich, reaktives Kommunikationsverhalten durch vorausschauende Kampagnensteuerung zu ersetzen. Das Resultat: Social-Media-Anzeigen, die relevanter ausgespielt wurden, Streuverluste reduzierten und die Kampagnen-Performance messbar verbesserten. Oder anders gesagt: Wenn es pressiert, zählt der kühle Kopf: erst die Lage verstehen, dann wirksam handeln.

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Peter Erni: Jede Botschaft ist ein Datenmuster. No Data, No AI.

Peter Erni, Chief Innovation Officer bei Brain & Heart Communication, knüpfte in seiner Session «No Data, No AI. Random Data, Random Results!» auf der Speakers’ Corner nahtlos an das Thema Datenreife an. Seine Kernaussage: Jede Botschaft ist ein Datenmuster. Wer unvollständige, unstrukturierte oder zufällige Daten in KI-Systeme einspeist, erhält entsprechend zufällige Ergebnisse. Im Marketing bedeutet das nicht nur ineffiziente Prozesse, sondern im schlimmsten Fall auch verbranntes Mediabudget. Mit Tools wie VERZE.ai lassen sich Webinhalte automatisiert erfassen, strukturieren und in maschinenlesbare, angereicherte Datenpunkte übersetzen. So werden Marketingbotschaften nicht nur für Menschen verständlich, sondern auch für Algorithmen verwertbar – als Grundlage für relevantere Ausspielung, bessere Performance und skalierbare Kommunikation.

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Social Media Performance Marketing und Always-On Ads

Angereicherte Datenmuster geben Algorithmen das, was sie brauchen: klare Signale. Plattformen wie Meta lernen dadurch schneller, relevanter und effizienter. Genau hier entsteht der Hebel für Social Media Always-on Ads. Durch den Einsatz von Catalog Ads lassen sich strukturierte Marketingbotschaften automatisiert in Paid-Kampagnen übersetzen und über mehr als 24 Platzierungen ausspielen. Das Budget fliesst damit nicht in organische Posts mit schwindender Newsfeed-Reichweite, sondern in skalierbare Sichtbarkeit mit messbarer Wirkung. Der Effekt: Kampagnen lassen sich zwei- bis fünfmal schneller erstellen. Gleichzeitig können die Mediakosten pro Ergebnis um den Faktor fünf bis zehn sinken.

Die Highlights im Schnelldurchlauf: Unser Event-Video

Du möchtest die Dynamik und die Energie des SwissCRF 2026 noch einmal hautnah erleben? Unser Kurzclip bringt einige Highlights und den Vibe aus dem Kongresshaus Zürich direkt auf deinen Bildschirm.

FAQs zum Swiss Customer Relations Forum 2026

  • Wie verändern KI-Agenten die Kundeninteraktion an der B2A-Schnittstelle?
    KI-Agenten übernehmen künftig die Vorauswahl, den Angebotsvergleich und die Filterung von Werbebotschaften für Kund:innen. Unternehmen müssen ihre Inhalte daher maschinenlesbar strukturieren, um von diesen Agenten überhaupt erfasst und empfohlen zu werden.
  • Was versteht man unter dem „digitalen Geschirr“ (Agent Harness) für KI-Systeme?
    Es handelt sich um eine Steuerungsebene, die autonome KI-Agenten in einem definierten Rahmen hält. Ohne dieses Geschirr besteht die Gefahr von unkontrolliertem Ressourcenverbrauch und teuren, redundanten API-Aufrufen ohne echten Fortschritt.
  • Warum ist Customer Relation Management (CRM) keine reine Software-Frage?
    CRM-Initiativen scheitern oft, wenn sie rein als IT-Einführung verstanden werden. Es ist eine strategische Cross Department Tätigkeit, die Silos zwischen Marketing, Vertrieb, Service und IT aufbricht, um eine konsistente Customer Journey zu garantieren.
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Suva Case Study herunterladen

Wie bereiten Suva und Brain & Heart Communication Botschaften als Datenmuster auf, verwalten sie in einer Marketingbotschaftendatenbank und skalieren damit ihr Performance-Marketing? Die vollständige Case Study gibt Einblicke in die MarTech-Architektur dahinter.

Die Zukunft der Kundenbeziehung beginnt in der Organisation

Die Keynotes und Sessions machten übereinstimmend deutlich: Wer Kundinnen und Kunden heute und morgen begeistern will, braucht nicht einfach bessere Software. Sondern klare Daten, abteilungsübergreifende Zusammenarbeit und den Mut, bestehende Strukturen konsequent zu hinterfragen. Diese Arbeit hat längst begonnen. Und sie verdient mehr Aufmerksamkeit – nicht nur von CX-Profis, sondern von allen, die Kundenbeziehungen als strategischen Erfolgsfaktor verstehen.

Links und Quellen

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Weitere Quellen:

Unsere Autorin: 
Social Media Manager, Brain & Heart Communication
Jannika Theilen ist es besonders wichtig, die Gründe für bestimmte Massnahmen in ihrem Kern zu begreifen. Kampagnen sollen hierbei nicht nur kreativ, sondern vor allem auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und mit Blick auf die Zielgruppe gestaltet werden.
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