Recap Swiss Digital Leadership Forum 2026: Warum KI-Erfolg bei der Datenstruktur beginnt

Tools allein waren noch nie die Lösung. Wahres Digital Leadership im KI-Zeitalter erfordert saubere Datenstrukturen, abteilungsübergreifende Prozesse und klare Leitplanken. Entdecke unsere wichtigsten Erkenntnisse vom Swiss Digital Leadership Forum 2026.

Das Swiss Digital Leadership Forum 2026 hat es einmal mehr offengelegt: Die digitale Transformation und der skalierbare Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) sind längst keine reinen Technologiefragen mehr. Sie sind im Kern eine fundamentale, abteilungsübergreifende Führungsaufgabe. Echtes Digital Leadership entscheidet heute nicht primär darüber, welche Tools Unternehmen einführen, sondern darüber, wie wir Teams strukturieren, verlässliche Leitplanken für autonome KI-Systeme definieren und unser Markenversprechen nach innen wie nach aussen leben.

Wir müssen verstehen, dass die blinde Einführung von Software keine bestehenden Strukturdefizite löst. Im Gegenteil: Wer KI auf unstrukturierte Daten loslässt, skaliert lediglich das Chaos. In diesem Beitrag teilen wir unsere zentralen Erkenntnisse von diesem wegweisenden Event. Wir zeigen auf, warum die bewusste Verbindung von Kommunikation, Kreation und Technologie heute zwingend ist, um in der digitalen Markenkommunikation nachhaltig Wirkung zu erzielen und Ergebnisse messbar zu machen.

Digital Leadership im Jahr 2026

“Die spannendste Frage rund um KI ist für mich nicht mehr: Was kann die Technologie? Sondern: Was verändert sie konkret in Marketing, Prozessen und Leadership? “
Aldo Gnocchi, Dozent Digitales marketing, FHNW

Struktur vor Automation: Warum Tools allein kein Chaos lösen

Je grösser ein Team wird, desto schwieriger wird es, Wissen zentral zugänglich und nutzbar zu halten. Neue Tools lösen dieses Problem allerdings nicht automatisch. Im Gegenteil: Wer KI einführt, bevor Wissen und Daten sauber strukturiert sind, riskiert, bestehende Probleme lediglich schneller zu skalieren.

Ein vorgestelltes Reifegradmodell zeigt eine mögliche Vorgehensweise:

  1. Erst Wissen und Daten strukturieren, 
  2. dann Prozesse automatisieren 
  3. und schliesslich autonome KI-Agenten gezielt einsetzen.
       

Die Botschaft ist simpel: Bevor der nächste KI-Agent an den Start geht, lohnt sich ein Blick auf die eigene Datenstruktur. Denn Automation kann nur so gut sein wie die Grundlage, auf der sie aufbaut.

Struktur vor Automation Warum Tools allein kein Chaos lösen

“AI strategy matters – but business strategy comes first.”
Dr. Sarah Genner, CEO, GENNER.CC

KI-Governance: Der Paradigmenwechsel vom Verbot zur Erlaubnis

Mit dem Vormarsch autonomer KI-Systeme rücken Sicherheit, Verantwortung und klare Spielregeln zunehmend in den Fokus der Führungsetage. Klassische Ansätze, unerwünschtes Verhalten über möglichst lange Listen von Verboten und Einschränkungen zu kontrollieren, stossen bei dynamischen KI-Systemen schnell an ihre Grenzen.

Das Forum plädierte deshalb für einen Paradigmenwechsel: Nicht nur definieren, was KI nicht darf, sondern klar festlegen, was sie darf. Führungskräfte müssen dafür konkrete Handlungsspielräume und Grenzen schaffen, innerhalb derer KI-Systeme eigenständig agieren können.

Eine verlässliche Governance und der „Human in the loop“ bleiben dabei zentrale Voraussetzungen. Denn je autonomer KI-Systeme werden, desto wichtiger wird die Frage, wo wir ihnen vertrauen – und wo der Mensch die letzte Entscheidung trifft.

KI-Governance Der Paradigmenwechsel vom Verbot zur Erlaubnis

“Digitale Zukunft braucht Führung und den Mut, Neues zu gestalten.”
Prof. Dr. Claudio Giovanoli, Professor of Business IT Alignment, FHNW

Authentizität & Kultur: KI richtig einsetzen

KI-generierte Inhalte sind längst im Alltag angekommen. Gleichzeitig wächst die Skepsis gegenüber nicht menschlich produzierten Inhalten. Das bedeutet aber nicht, dass KI-Content grundsätzlich schlecht funktioniert. Am Ende gewinnt die Message. Ist z.B. ein Video wirklich lustig, überraschend, relevant oder lehrreich, wird es auch dann funktionieren, wenn KI dieses generiert hat. KI kann Content schneller, einfacher und skalierbarer machen. Sie kann Ideen erweitern, neue visuelle Welten schaffen oder aus einer Idee zahlreiche Varianten entwickeln. Was sie dabei nicht ersetzen sollte, ist die eigene Handschrift. Denn guter Content lebt von Authentizität, echtem Humor und menschlichen Erfahrungen. 

Nutzt KI deshalb nicht als Ersatz für Kreativität, sondern als Verstärker.

Authentizitaet Kultur KI richtig einsetzen 1024x572 jpg

“Don’t start with AI. Start with structure.”
Karin Christen, Managing Director, required

Datenmuster statt Zufall: Wie Marketingbotschaften in Form von strukturierten Daten Paid Social Media revolutioniert

Die Zeiten, in denen wir uns im Marketing auf Bauchgefühl und Stop & Go Kampagnen verlassen konnten, sind vorbei. Während dem Fachinput von Peter Erni am Swiss Digital Leadership Forum wurde aufgezeigt, warum wir die Art und Weise, wie wir mit Marketingbotschaften umgehen, radikal überdenken müssen. Für die KI von Plattformen, – sei es bei Meta, TikTok oder Reddit – welche die Marketingbotschaften an die User ausspielen sind ein Bild und ein Text zunächst nur unzusammenhängende, unscharfe Datenpunkte.

Werden diese Inhalte jedoch systematisch mit relevanten weiteren Informationen (Kontext) angereichert, strukturiert und zentral als «Single Source of Truth» in einer Datenbank verwaltet, transformieren wir sie in klare, verwertbare und skalierbare Datensignale. Erst durch diesen Schritt befähigen wir die KI- und Plattform-Algorithmen dazu, besser zu arbeiten, schneller zu lernen und in der Folge massiv bessere Resultate zu erzielen.

Dies ist kein theoretisches Konstrukt, sondern die fundamentale Grundlage für effizientere Automatisierung und herausragend performante Paid-Social-Kampagnen. Wie gewaltig der Hebel in der Praxis ist, verdeutlicht der von uns präsentierte Use Case der Suva: Durch die konsequente Strukturierung der Datenmuster konnte Brain & Heart Communication die Kosten pro Ergebnis (CPA) für die Suva um das 10- bis 20-fache gegenüber den Benchmarks reduzieren.

Social Media Performance Marketing mit B&H und VERZE.ai

“Marketingteams ertrinken in der manuellen Content-Produktion und -Distribution. Dabei ist das Problem der Skalierung längst technisch gelöst.”
Peter Erni, CINO, Brain & Heart Communication

Social Media Performance Marketing mit B&H und VERZE.ai

Genau hier setzt B&H mit der Schweizer MarTech-Lösung VERZE.ai an: Marketingbotschaften in Form von strukturierten und angereicherten Datenmuster liefern den KI und Algorithmen zusätzliche Signale und machen aus einzelnen Marketingbotschaften maschinenlesbare saubere Signale. Diese lassen sich automatisiert in Paid-Social-Kampagnen nutzen und z.B. bei Meta über mehr als 20 Platzierungen ausspielen.

Damit wird aus einzelnen Inhalten ein skalierbares Always-on-System: Neue Botschaften und Varianten können laufend erstellt, automatisiert ausgespielt und anhand ihrer Performance weiter optimiert werden. Kampagnen lassen sich dadurch zwei- bis fünfmal schneller erstellen, während die Mediakosten pro Ergebnis gegenüber den Benchmarks um den Faktor zehn bis zwanzig sinken können.

Der entscheidende Hebel liegt dabei nicht allein in der Automatisierung. Erst die Kombination aus strukturierten Daten, relevanten Inhalten und der KI respektive den Algorithmen der Plattformen macht Paid Social skalierbar und effizient.

Recap Swiss Digital Leadership Forum 2026

“You cannot fix a fragmented corporate culture with another software (or AI) deployment.”
Volker Grünauer, Founder and CEO, Advatera

Impressionen vom Event

Du möchtest die Dynamik und die Energie des Swiss Digital Leadership Forum 2026 (noch) einmal hautnah erleben? Unser Kurzclip in Kooperation mit Watch Me bringt ausgesuchte Highlights und den Vibe direkt auf deinen Bildschirm.

Videografie & Post-Produktion: Joshua Gutzeit, Watch Me

FAQs zum Swiss Customer Relations Forum 2026

  • Was bedeutet Digital Leadership im Zeitalter von KI?
    Digital Leadership geht über die Einführung neuer Technologien hinaus. Führungskräfte müssen Strukturen schaffen, klare Leitplanken für den Einsatz von KI definieren und gleichzeitig sicherstellen, dass Technologie sinnvoll mit Menschen, Prozessen und Unternehmenskultur zusammen spielt.
  • Warum sollten Unternehmen ihre Daten und Inhalte vor der Einführung von KI strukturieren?
    KI-Systeme und Plattform-Algorithmen können umso effizienter arbeiten, je klarer und strukturierter die verfügbaren Informationen sind. Wer zuerst Daten und Wissen strukturiert, schafft damit die Grundlage für anschliessende Automatisierung und den Einsatz autonomer KI-Agenten.
  • Was bedeutet der Paradigmenwechsel von Verbot zu Erlaubnis bei KI-Governance?
    Statt für jedes mögliche Fehlverhalten einer KI ein neues Verbot zu definieren, sollten Unternehmen klare Handlungsspielräume und Grenzen festlegen. So wissen KI-Systeme, was sie eigenständig tun dürfen und wann eine menschliche Entscheidung erforderlich ist.
  • Wie kann VERZE.ai Unternehmen im Paid Social Marketing unterstützen?
    VERZE.ai strukturiert und reichert Content-Daten an, sodass daraus nutzbare Signale für KI- und Plattform-Algorithmen entstehen. Diese Daten können automatisiert für Paid-Social-Kampagnen genutzt und über zahlreiche Platzierungen ausgespielt werden. Dadurch lassen sich Kampagnen schneller skalieren und laufend anhand ihrer Performance optimieren.
Digital Leader in Action, das Team von B&H und VERZE.ai am Swiss Digital Leadership Forum 2026.

Digital Leader in Action, das Team von B&H und VERZE.ai am Swiss Digital Leadership Forum 2026.

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Wie bereiten Suva und Brain & Heart Communication Botschaften als Datenmuster auf, verwalten sie in einer Marketingbotschaftendatenbank und skalieren damit ihr Performance-Marketing? Die vollständige Case Study gibt Einblicke in die MarTech-Architektur dahinter.

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“Mit B&H haben wir unsere Kampagnenkommunikation vom einzelnen Flight zu einem wirkungsvollen Jahresgrundrauschen weiterentwickelt. Dadurch können wir heute mehr Themen ausspielen und unsere Zielgruppen dann erreichen, wenn sie besonders empfänglich sind.»
Kevin Hofstetter, Lead Campaigning Media, Suva

Das Swiss Digital Leadership Forum 2026 hat eines deutlich gemacht: Erfolgreiche digitale Transformation beginnt nicht bei der Technologie. Sie beginnt bei klaren Strukturen, verantwortungsvollem Umgang mit KI und dem Mut, bestehende Prozesse und Denkweisen zu hinterfragen. Wer KI nicht als Ersatz für Menschen, sondern als Verstärker von Wissen, Kreativität und Zusammenarbeit versteht, schafft die Grundlage für nachhaltige Innovation. Digital Leadership bedeutet deshalb vor allem eines: Technologie bewusst zu führen, statt sich von ihr führen zu lassen.

Unsere Autorin: 
Social Media Manager, Brain & Heart Communication
Jannika Theilen ist es besonders wichtig, die Gründe für bestimmte Massnahmen in ihrem Kern zu begreifen. Kampagnen sollen hierbei nicht nur kreativ, sondern vor allem auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse und mit Blick auf die Zielgruppe gestaltet werden.
Ihre Expertengebiete:
  • Neuromarketing
  • Content Marketing